Reformationsjubiläum 2017

Bei den Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 kommt immer wieder die Erwartung auf, die Erinnerung an die Reformation vor 500 Jahren müsse auch zu einer Reform der Kirche heute führen. Schließlich bedeute Reformation doch „Erneuerung“.  Die Veränderungsimpulse der Theologie des 16. Jahrhunderts können jedoch nicht so einfach in die Gegenwart verpflanzt werden.
Martin Luther war zur rechten Zeit am rechten Ort, nämlich in Wittenberg, wo andere große Geister mit ihm zusammenarbeiteten – Melanchthon, Cranach – und wo ein mächtiger Kurfürst, Friedrich der Weise, schützend seine Hand über ihn hielt. Für eine Reformation braucht es nicht nur die geistlichen Impulse und den entschiedenen Reformwillen eines Reformators, sondern auch das richtige geistige Klima, Mitstreiter, günstige politische Verhältnisse und nicht zuletzt den Geist Gottes. Reformation ist nicht machbar. Der Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 wurde zum Auslöser der Ereignisse, die wir heute „Reformation“ nennen, weil er zum richtigen Zeitpunkt geschah. Wiederholbar sind solche dynamischen Prozesse nicht.
Trotzdem ist es sinnvoll, sich mit den Kernthemen der Reformation zu beschäftigen. Viele kirchenleitende Gremien führen derzeit Studientage zu reformatorischen Themen durch. Sie gewinnen dadurch größere Klarheit über ihre eigene Identität. Sie entdecken geistliche Schätze ihrer eigenen Tradition neu, etwa das „Priestertum aller Getauften“, das Abendmahl, den Gemeindegesang, die christliche Freiheit oder den Zusammenhang von Glauben und Liebe. (Zitat nach Dr. Christiane Kohler-Weiß, Beauftragte für das Reformationsjubiläum)

mehr dazu auf der Seite der Evangelischen Landeskirche in Württemberg:
 http://www.reformation-wuerttemberg.de/ 


EVANGELISCH IN HOHENZOLLERN

Das 500-jährige Reformationsjubiläum ist für den Evangelischen Kirchenbezirk Balingen und das Staatsarchiv Sigmaringen Anlass, an eine Besonderheit evangelischen kirchlichen Lebens im deutschen Südwesten zu erinnern:
Bis 1950 bildeten die fünf evangelischen Kirchengemeinden Hohenzollerns einen selbständigen Kirchenbezirk innerhalb der Kirche der altpreußischen Union. Unter dem Titel „Evangelisch in Hohenzollern“ zeigt eine Wanderausstellung die Geschichte der Protestanten und ihrer kirchlichen Organisation in Hohenzollern von den Anfängen bis zur Eingliederung der fünf hohenzollerischen Kirchengemeinden Dettingen, Gammertingen, Haigerloch, Hechingen und Sigmaringen in die Evangelische Landeskirche in Württemberg.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm vertieft das Thema von Ausstellung und Katalog. Die an den Ausstellungsorten gehaltenen Vorträge werden in einem Sammelband veröffentlicht, der in der Reihe „Evangelisch in Württemberg“ erscheint. 

Mehr Informationen zum Rahmenprogramm finden Sie im Flyer:

http://www.reformation-wuerttemberg.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/E_reformation_wuertt/PDFs/Hohenzollern_Folder_Programm.pdf

 

DAS REFORMATIONSJUBILÄUM IN HECHINGEN:

Luther war nie in Hechingen, obwohl eer auf seiner Romreise 1511 durch Süddeutschland kam. Aber seine Bücher, Schriften, Predigten und Ideen kamen an, wenn auch mit kräftiger zeitlicher Verzögerung.
Anders, Als in früheren Jahrhunderten soll dies nicht zum konfessionellen Streit führen. Vielmehr sollen in ökumenischen Gottesdiensten, dem ökumenischen Glaubenskurs und weiteren Veranstaltungen
nach den Anfängen und Gründen der Reformation gefragt werden.
Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Kirchen laden zu den Veranstaltungen des Reformationsjubiläums herzlich ein.

Eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen finden Sie v.a. auf Seite 2 des Flyers:

                                                       Seite 1                                    Seite 2

Bitte beachten Sie auch die Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen
unter der Seite "Aktuelles".